Im Wunderland

„Iss mich!“, piepste das kleine Törtchen mit der Himbeere auf dem Kopf. „Nein, iss MICH!“, rief eines im Schokoladenmantel dazwischen. Ich nahm beide in die Hände und biss zuerst ein Stück von dem Himbeertörtchen ab. Wie eine Rakete schoss ich in die Höhe. Meine Beine wuchsen und wuchsen bis meine Füße den ganzen Garten ausfüllten. Meine Arme waren so lang, dass ich das ganze Haus umarmen konnte. Das weiße Kaninchen hüpfte aufgeregt im Kreis um mich herum. „Ohgottohgott!“, rief es immer wieder. Neugierig biss ich in das Schokoladentörtchen und dieses Mal begann ich zu schrumpfen bis ich so klein war wie ein Käfer. Vorsichtig kletterte ich an einer hochgewachsenen Pfingstrose hinauf und auf den Rücken eines blauen Schmetterlings. Er schwang sich in die Lüfte und als wir über den gedeckten Tisch flogen, ließ ich mich direkt in die Cremehaube eines Zitronentörtchens fallen. Ich rutschte auf einem Mandelblättchen die Creme herunter und landete schließlich auf dem Teller. Das weiße Kaninchen reichte mir mit einem Strohhalm einen Tropfen Tee und mit einem leisen Plopp hatte ich wieder die Größe eines ganz normalen Mädchens.

zwei Petits Fours nebeneinander

Wer würde nicht gerne mal im Wunderland landen und eine ausgiebige Teeparty feiern mit einer Etagère voll mit bunten Törtchen und duftendem Tee in Blümchentassen? Letzten Freitag fand diese Teeparty in meinem Garten statt, denn ein paar Freundinnen aus Darmstadt und Umgebung haben mich in Wiesbaden besucht. Da ich mittlerweile schon bekannt bin wie ein bunter Hund was das Backen angeht und alle meine Freunde ebenso eine große Leidenschaft für’s Essen haben wie ich, haben wir daraus ein „Backen mit Lea“-Event gemacht. Wir haben Mandelbiskuit und kleine Mürbeteigblumen gebacken und mit Schokoladenganache und Frischkäsecreme, Himbeeren, Erdbeermarmelade, Mandelblättchen, Kaffee, Fondant und vielem mehr gefüllt und verziert. In nur drei Stunden haben wir diese wunderbaren Törtchen kreiert und schließlich bei eisgekühltem Kaffee und Limonade schnabuliert, denn für Tee war es nämlich viel zu heiß.

Mandelbiskuit
ergibt 1 Blech

Zutaten:
100 g gemahlene Mandeln
3 Eier
250 g Zucker
250 g Mehl
150 g geschmolzene Butter
3 Eigelb
3 Eiweiß

So geht’s:
1. Die Mandeln mit meinem Ei verrühren. Den Zucker und die anderen beiden Eier hinzufügen und aufschlagen bis es locker und luftig wird.
2. Das Mehl hineinsieben. Die geschmolzene Butter unterrühren, dann die Eigelbe hinzugeben. Die Eiweiß mit einer Prise Salz aufschlagen und unterheben.
3. Ein Blech mit Backpapier belegen und den Teig darauf verteilen. Bei 200 °C für 12-14 Minuten backen.
4. Abkühlen lassen. Dann in der Mitte durchschneiden, die eine Hälfte auf die andere legen und in gewünschte Quadrate schneiden.

Etagere mit Petits Fours nah

Mürbeteigblumen

Zutaten:
150 g kalte Butter
1 Vanilleschote
300 g Mehl
75 g Puderzucker
1 Prise Salz
1 Eigelb
2 EL kaltes Wasser

So geht’s:
1. Alle Zutaten in einer Schüssel verkneten. Den Teig flach drücken und in Frischhaltefolie für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
2. Auf einer bemehlten Fläche den Teig ausrollen und Blumen oder Kreise ausstechen.
3. Die Mürbeteigblumen in bereits gefettete Minimuffinformen legen und bei 200 °C 10-12 Minuten backen.

Frischkäsecreme

Zutaten:
75 g Butter
150 g Puderzucker
200 g Frischkäse
50 g griechischer Joghurt

So geht’s:
1. Die Butter mit dem Puderzucker cremig schlagen. Den Frischkäse und griechischen Joghurt unterrühren. Die Creme bis zur Verarbeitung kühl stehlen.

Tipp: Mit Zitronen- oder Limettensaft und -schale wird es besonders erfrischend!

Himbeer Petits Fours

Das war übrigens meine Lieblingskombination: Frischkäsecreme mit einer leichten Zitronennote und Himbeeren. Sieht auch bezaubernd aus, oder nicht? Hat auch genauso lecker geschmeckt!

Salsa für’s Leben

Mein innerer Schweinehund ist wahrscheinlich der faulste Hund allerzeiten. Statt all die Dinge zu tun, für die ich bisher keine Zeit hatte, hänge ich antriebslos wie ein Schluck Wasser in der Kurve und tue so gut wie nichts. Dabei könnte ich so viel Gutes tun: Endlich mehr schreiben, eine Sprache lernen, etwas nähen, den Kleiderschrank ausmisten und und und. Aber es fehlt mir ganz einfach an Motivation. Was ich bräuchte, wäre etwas Würze und Schmackes oder einfach: ein Salsa für’s Leben. Wie praktisch, wenn ich mir einfach nur etwas Leckeres zusammenschnippeln müsste und zack wäre ich wieder voller Energie. Meinem Schweinehund würde das bestimmt gefallen, vor allem wenn es so köstlich schmecken würde wie dieses Mango-Granatapfel-Salsa:

Salsa nah

Ich finde ein gut gewürztes Salsa ist die Krönung für jedes Grill- und Sommergericht, egal ob es ein simples Tomatensalsa oder eine exotischere Variante ist. Dieses Mango-Granatapfel-Salsa sieht nicht nur wunderschön bunt aus, sondern ist auch noch wahnsinnig lecker. Es ist fruchtig, scharf und erfrischend – und macht außerdem wirklich süchtig. Perfekt zu gegrilltem Hühnchen, Lachs in Soja-Honig-Marinade oder knackigen Belugalinsen im Tortillawrap. Es lässt sich aber auch problemlos einfach so löffeln.

Tortilla gefüllt, Salsa und Linsen

Gefüllte Wraps mit Belugalinsen und Mango-Granatapfel-Salsa

Für 2-4 Personen

Zutaten:

100 g Belugalinsen pro Person
200 g Tomaten
3 Frühlingszwiebeln
1/2 Bund frischer Koriander
1 Mango
1 Granatapfel
1 Limette
1 rote Chilischote
Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer, gemahlener oder frischer Ingwer
2 Tortillafladen pro Person

So geht’s:

1. Für die Linsen: Die Belugalinsen mit der doppelten Menge Wasser in einem Topf für 20-25 Minuten kochen lassen. Übriggebliebenes Wasser kann einfach weggeschüttet werden.

2. Die Tomaten in kleine Würfel schneiden und mit den Linsen vermischen. Die Frühlingszwiebeln klein hacken, die Hälfte davon zu den Linsen geben. Die Linsen mit Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer und Ingwer abschmecken.

3. Für das Salsa: 1 Mango schälen und in kleine Würfel schneiden. Den Granatapfel entkernen und die Kerne mit der Mango vermischen. Den Koriander klein hacken und mit der anderen Hälfte Frühlingszwiebeln dazugeben. Die Chilischote entkernen und ebenfalls klein geschnitten hinzufügen. Die Limette auspressen und mit dem Salsa vermischen.

4. Die Tortillafladen im Ofen oder in der Mikrowelle für eine Minute erwärmen und dann mit Linsen und Salsa befüllen.

Guten Appetit!

Schüssel mit Salsa und Linsen, Teller

P.S.: Meinem Schweinehund hat es übrigens ausgezeichnet geschmeckt. Aber jetzt ist er müde und muss erstmal ein Nickerchen machen.

Um die Ecke gedacht

Was passiert eigentlich, nachdem man um die Ecke gedacht hat? Im Falle einer Nussecke kommt zum Glück einfach die nächste und zwar die Gute, mit Schokoladenüberzug. Aber im wahren Leben? Da sieht man nur die Schokoladenecke, die hinter einem liegt, und hat keine Ahnung, was als Nächstes kommt. So geht es mir auch gerade, denn am Freitag war mein letzter „offizieller“ Tag an der Hochschule Darmstadt. Das vorerst letzte Mal frühe Aufstehen um halb sechs, mit der Bahn fahren (und über die Bahn meckern), für meine Kommilitonen etwas backen und zusammen essen, das letzte Projekt in die Tat umgesetzt – es fühlt sich fast an wie das Ende einer Ära. Gerade in den letzten Wochen und Monaten sind mir einige Leute nochmal besonders ans Herz gewachsen, am liebsten würde ich deshalb die Zeit für eine Weile anhalten und das noch ein bisschen auskosten. Aber die Zukunft klopft an unsere Tür und ich weiß, wir werden uns alle für eine andere Tür entscheiden und andere Wege gehen. Zum Glück heißt das aber nicht gleich aus den Augen, aus dem Sinn – wozu gibt es heutzutage schließlich dieses Internet oder günstige Tickets in die ganze Welt? Kommen wir aber lieber wieder zurück in die Gegenwart, in der wir nicht um die Ecke denken, sondern einfach hineinbeißen.

Nussecken auf dem Teller

Mürbeteig, Haselnüsse und Schokolade – besser kann man es eigentlich nicht machen. Zum Bestreichen vom Boden habe ich selbstgemachte Aprikosenmarmelade genommen. Die schmeckt mir noch viel besser als gekaufte und macht die Nussecken besonders saftig. Ich war übrigens ein bisschen zu faul, die Nussecken abends noch einzeln in die Schokolade zu tunken und habe sie deshalb einfach so verziert. Ich finde sie aber auch so wunderschön. Ein Rezept ergibt ein ganzes Blech und mindestens 32 Nussecken. Versammelt also am besten hungrige Mitstreiter um euch oder verschenkt sie an fremde Menschen und sammelt Karmapunkte!

Nussecken auf dem Blech

Nussecken

ergibt ein ganzes Blech

Zutaten:
130 g Butter
130 g weißer Zucker
1 Pck. Vanillezucker
2 Eier
300 g Mehl
1 TL Backpulver
4 EL Aprikosenmarmelade
200 g Butter
200 g brauner Zucker
1 Pck. Vanillezucker
2 EL Rum oder Amaretto
3 EL Wasser
200 g gemahlene Haselnüsse
200 g gehackte Haselnüsse
100 g Zartbitterkuvertüre

So geht’s:

1. Für den Boden Butter, Zucker, Vanillezucker, Eier, Mehl und Backpulver zu einem Teig verkneten. Ein Backblech mit Backpapier belegen, den Mürbeteig gleichmäßig verteilen und mit der Aprikosenmarmelade bestreichen.
2. Butter, braunen Zucker, Vanillezucker, Rum und Wasser in einem Topf erhitzen bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die Haselnüsse unterrühren und gleichmäßig auf dem Mürbeteigboden verteilen.
3. Bei 175 °C Ober- und Unterhitze für 30-35 Minuten backen oder bis die Nussecken goldbraun aussehen.
4. Abkühlen lassen und in Ecken schneiden.
5. Die Zartbitterkuvertüre schmelzen und entweder die Nussecken reintunken oder einfach mit einem Löffel über die Nussecken verteilen.

Guten Appetit!

Nussecken auf dem Teller und Blech

Leckeroni Cannelloni

Wenn die Sonne langsam die Erde küsst, die Lichterketten im Garten funkeln und alle Sorgen von einer warmen Brise weggeblasen werden, sind diese Cannelloni mit Spinat-Ricotta-Füllung und Tomaten das perfekte Ende eines wunderbaren Tages. Ich gebe zu, es ist kein sagenumwobenes Geheimrezept einer italienischen Großmutter, aber: so gut wie es schmeckt, könnte man es glatt für eins halten!  Das Rezept ist sehr einfach, nur die Zubereitung kann eventuell etwas dauern – sofern ihr ganz alleine hinter dem Herd steht. Schnappt euch deshalb ein paar nette Leute und ein Gläschen Rotwein und im Nu ist dieses Gedicht von einem Gericht serviert!

Cannelloni auf dem Teller

Cannelloni mit Spinat-Ricotta-Füllung und Tomaten

Für 3-4 Personen

Zutaten:

300 g Blattspinat (gefrorener geht auf jeden Fall schneller, aber ihr könnt es euch natürlich aussuchen)
1 Knoblauchzehe
1 Schalotte
400 g Ricotta
1 Eigelb
3 EL geriebener Parmesan
500 g Cocktailtomaten
1 Kugel Mozzarella
1 Packung Cannelloni

So geht’s:

1. Falls ihr frischen Spinat verwendet, den zuerst waschen und klein schneiden. Den Knoblauch und die Schalotte klein schneiden und mit Öl in der Pfanne anrösten. Den Spinat dazugeben und ihn leicht dünsten lassen. Falls ihr gefrorenen Spinat nehmt, achtet darauf, dass das Wasser ganz verdunstet damit die Füllung später nicht zu flüssig wird. Den Spinat salzen und pfeffern.

2. Den Ricotta, Eigelb, Parmesan vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Den Spinat hinzufügen, alles umrühren und erneut abschmecken.

3. Die Cannelloni entweder mit einem Spritzbeutel oder einem kleinen Teelöffel mit der Mischung füllen und nebeneinander in eine Auflaufform legen.

4. Die Tomaten klein schneiden und auf den Cannelloni verteilen, nochmal leicht salzen und pfeffern. Dann den Mozzarella in kleine Stücke verteilen und auf die Tomaten legen.

5. Bei 200 °C Ober- und Unterhitze für 30-35 Minuten backen.

Guten Appetit!

Dazu empfehle ich euch außerdem folgende Musik:

 

Beerenglück

Am Sonntag ist es endlich soweit: der Sommer geht los! Was ich am liebsten am Sommer mag, ist das viele draußen sein (und zwar ohne Jacke!), die sprühende Energie und all die köstlichen Früchte, die einem diese wunderbare Zeit noch mehr versüßen. Ganz besonders freue ich mich auf alle Beerenfrüchte. Deshalb ist es nur umso passender, am Sonntag ein paar davon zu genießen. Am Besten natürlich auf einem Kuchen!

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Diesen Johannisbeer-Joghurt-Kuchen habe ich vor drei Jahren schon einmal gebacken. Danach bin ich allerdings nie wieder dazu gekommen, ganz einfach weil es noch sooo viele Rezepte gibt, die auch ausprobiert werden müssen. Too many recipes, too little time! Vergessen konnte ich den Kuchen aber nie und deshalb habe ich mir fest vorgenommen, ihn diesen Sommer wieder zu backen! Ich liebe die Kombination aus säuerlichen Johannisbeeren, süßem Vanillebiskuit und erfrischender Joghurtcreme.

Am Sonntag werde ich allerdings nicht dazu kommen, denn da besuche ich meine Freundin Tamara im schönen Passau. Bestimmt werden wir aber den einen oder anderen Abstecher in ein süßes Café machen – so wie ich uns kenne sogar ziemlich viele! Wir haben beide eine große Vorliebe für Cafés, Schokoladenkuchen und philosophische Gespräche beim Kaffee trinken. Immer wenn wir zusammen auf Reisen sind, müssen wir deshalb in mindestens ein gutes Café gehen, am besten jeden Tag in ein anderes. Ich blicke also ein paar sehr entspannenden, erholsamen und kalorienreichen Tagen entgegen. Wenn ich dann zurück bin, geht’s erstmal ran an den Ofen und ab auf die Terrasse mit einem schönen, großen Stück dieses bezaubernden Johannisbeer-Joghurt-Kuchens.

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Johannisbeer-Joghurt-Kuchen

Für eine 26 cm-Springform

Für den Biskuit:

6 Eier
150 g Zucker
1 Prise Salz
180 g Mehl
50 g Butter
1 Prise Vanillezucker

Für die Creme:

500 g Joghurt
250 g Quark
3-4 Esslöffel Zucker

600 g Johannisbeeren oder andere Beerenfrüchte

So geht’s:

1. Die Eier mit dem Mixer aufschlagen. Zucker, Vanillezucker und Salz dazugeben und mindestens 10 Minuten schlagen.
2. Vorsichtig das Mehl unterheben.
3. Die Butter schmelzen und ebenfalls unterrühren.
4. Bei 190 °C für 40-45 Minuten backen.
5. Mindestens 2-3 Stunden abkühlen lassen, bevor er in 2 Schichten geteilt wird.
6. Für die Creme Joghurt, Quark und Zucker verrühren und die Johannisbeeren waschen.
7. Den ersten Boden mit der Hälfte der Creme und Johannisbeeren beschichten, den zweiten Boden drauf legen und den Rest der Creme und Beeren darauf verteilen.
8. Vor dem Servieren am Besten kühl stellen.

 

 

 

Erdbeer-Baiser-Torte

Es wird gemunkelt, dass die Sonne der Erde immer mal wieder einen Besuch abstattet, um mit den Erdbeeren zu kokettieren bis sie vor lauter Licht und Liebe ganz rot werden. Manche Erdbeeren haben heute aber den Bund für’s Leben geschlossen. Der Glückliche heißt: Baiserbiskuit.

Erdbeer-Baiser-Torte ganz 2

Er sieht gut aus, kommt aus gutem Hause und kann es kaum erwarten, seine Liebste(n) mit seinem zarten, luftigen Charakter und exquisiten Geschmack zu verführen. Sein Hochzeitsgeschenk traditionell in weiß: eine Wolke aus Quark und Sahne. Die überwältigten Erdbeeren, zu Tränen gerührt, sind ganz süß und aromatisch geworden.

Tortenstück2

Was für ein schönes Paar! Auf dem Fest der Liebe wurde getanzt, gelacht und geflirtet: vor allem die Baiserbrüder haben ein Auge auf die Beerenschwestern Johannisbeere, Brombeere, Himbeere und Stachelbeere geworfen. Vielleicht gibt es ja bald eine zweite Hochzeit?

Erdbeer-Baiser-Torte

für eine 26 cm Form

Für den Boden:
100 g Butter
300 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
5 Eier
125 g Mehl
1/2 TL Backpulver
40 g Mandelblättchen

Für die Creme:
300 g Sahne
1 Pck. Sahnesteif
300 g Magerquark
3-4 EL Zucker
600 g Erdbeeren, entstielt

1. Für den Boden die Butter cremig schlagen. 100 g Zucker und ein Päckchen Vanillezucker dazu geben. 1 Ei und 4 Eigelb nacheinander unterrühren. Das Mehl und Backpulver mischen und mit dem Rest vermengen.
2. Zwei 26 cm Springformen am Rand einfetten und für den Boden einen Kreis Backpapier ausschneiden (am besten einfach das Backpapier in die Form einklemmen und drum herum schneiden). Den Teig auf beide Springformen verteilen und mit einem Löffel glatt streichen. Keine Sorge: es ist wirklich sehr wenig Teig, allerhöchsten 1 cm hoch, aber das soll so sein. Achtet einfach darauf, dass es keine Löcher gibt.
Hinweis: Falls ihr nur eine Springform habt, ist das auch kein Problem. Achtet aber darauf, dass ihr für die 1. Springform tatsächlich nur die Hälfte nehmt z.B. indem ihr den Teig vorher wiegt.
3. Die 4 übrig geblieben Eiweiß aufschlagen, nach und nach 200 g Zucker dazu geben. Die Baisermasse auf die beiden Formen aufteilen und die Mandelblättchen oben drauf streuen. Beide Böden gleichzeitig backen bei 160 °C Umluft für 25 Minuten oder nacheinander bei 180 °C Ober- und Unterhitze ebenfalls für 25 Minuten. Abkühlen lassen.
4. Für die Creme die Sahne aufschlagen und 1 Päckchen Sahnesteif dazugeben. Den Magerquark unterrühren und mit Zucker abschmecken.
5. Die Creme auf einen der abgekühlten Böden verteilen, sodass eine gleichmäßige Fläche entsteht. Ein paar Erdbeeren halbieren und mit der Innenseite nach außen am Rand aufstellen. Die anderen Erdbeeren in der Mitte verteilen, die Creme darüber geben und verteilen.
Hinweis: Die Erdbeeren sollten alle eine ähnliche Größe haben, außerdem gilt: je größer die Erdbeeren, desto mehr Creme braucht ihr (im Zweifelsfall also mehr machen).
6. Den zweiten Boden auf die Creme setzen und in die gewünschte Stückzahl schneiden. Man kann den Kuchen sofort servieren, allerdings schmeckt er gekühlt aus dem Kühlschrank noch ein bisschen besser.

Halbe Torte

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Nutella-Wirbel-Muffins

Wenn sich ein flauschiger Berg von Taschentüchern neben meinem Bett auftürmt und ich mich wie Kermit anhöre, kann man sich vermutlich denken, dass ich krank bin. Aber wenn ich keinen Appetit auf Kuchen habe, dann weiß man, dass ich wirklich krank bin. So erging es mir diese Woche und zwar zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Eigentlich wollte ich am Dienstag nämlich nach England fahren und dort ein paar Freunde und meine ehemaligen Kollegen besuchen, das Meer genießen und mir ein paar Gedanken machen, fernab von Alltag und Seriosität. Aber nach einer Geburtstagsfete im Grünen habe ich mir zuerst ein paar Pollen eingefangen und aus einem simplen (aber sehr nervigen) Heuschnupfen ist schließlich eine richtig dicke Erkältung geworden. Leider ist meine kleine Reise also ins Wasser gefallen, aber dafür habe ich gestern immerhin meine liebe Freundin Annette aus Bremen gesehen und man soll ja außerdem niemals nie sagen.

Nutella auf Löffel

Trotz allem, das Geburtstagsfest letztes Wochenende war sehr schön. Das Geburtstagskind ist ein ziemlich großer Fan von Nutella und hat deshalb ungefähr 1 Million Nutellagläser geschenkt bekommen. Von mir gab’s sowas ähnliches: einmal in Muffinform und als Likör. Die Muffins waren ruckzuck gemacht und sehr lecker – meine Freundin hat bestimmt fünf Stück verputzt. Wer auf andere Nussnougatcreme schwört, kann natürlich auch diese verwenden oder ganz einfaches Nougat oooder wenn ihr es noch ausgefallener mögt, probiert’s mal mit Spekulatiuscreme, Mandelmus oder Erdnussbutter und Schokolade vermischt.

Nutella-Wirbel-Muffins:
12 Stück, ca. 40-50 Minuten

Zutaten:
100 g Butter
80 g Zucker
1 TL Vanillezucker
2 Eier
80 g Mehl
1 TL Backpulver
50 g gemahlene Haselnüsse
1 Glas Nutella (ihr braucht nicht das ganze Glas) oder sonstige Nussnougatcreme
Optional:
100 g dunkle Schokolade
50 g gehackte Haselnüsse

So geht’s:
1. Die Butter cremig schlagen. Den Zucker und Vanillezucker nach und nach einrieseln lassen.
2. Die Eier einzelnd unterrühren.
3. Das Mehl, Backpulver und Haselnüsse mischen und unter den restlichen Teig heben.
4. Den Ofen auf 180 °C vorheizen und das Muffinblech vorbereiten.
5. Jedes Förmchen 2/3 mit Teig vollmachen, danach auf jedes Förmchen 1 Teelöffel Nutella/Nussnougatcreme setzen und mit einer Gabel so verteilen, dass es mit dem Teig leicht „verwirbelt“ ist.
6. Für 20-25 Minuten backen und anschließend abkühlen lassen.
7. Optional mit der Schokolade und den Haselnüssen verzieren.

Tipp: Falls euer Nougat zu hart ist, am besten vorher leicht in der Mikrowelle oder im Topf erwärmen, damit es mit dem Verwirbeln klappt.

Nutellamuffin

P.S.: Der Likör ist noch in der Testphase. Falls er gut abschneidet, gibt’s das Rezept natürlich auch bald!

Rhabarberbrause

Letzten Sonntag war ich mit meiner meiner Mutter und meiner Schwester im schönen Café Insight in Wiesbaden, um bei einem ausgiebigen Frühstück den Muttertag und einen gemütlichen Sonntag zu zelebrieren. Sehr, sehr zu empfehlen! Ich war vor zwei Wochen schon einmal dort und hab mich schon enorm auf das nächste Mal gefreut. Kein Wunder, denn wie ihr mittlerweile vielleicht wisst, gehört das Frühstück zu meiner liebsten Mahlzeit (natürlich nach allem was mit Kaffeekränzchen und Teestündchen zu tun hat). Das Café fängt irgendwie gut den Charakter von Wiesbaden ein. Es gibt eine große Frühstücksauswahl, köstliche Kuchen, lokale Produkte wie zum Beispiel der Wiesbadener Gin Amato und außerdem sehr schöne Möbel und Dekoration, die allesamt käuflich sind. Außerdem gibt es wirklich viele Zeitschriften und Magazine von und über Wiesbaden, von denen ich noch nie gehört hatte, die aber alle richtig spannend sind und einem die Stadt mal wieder auf eine andere Art und Weise näher bringen. Im Magazin Andererseits vom Staatstheater Wiesbaden las ich dieses hervorragende Zitat von Coco Chanel: „Es gibt reiche Leute, und es gibt Leute, die Geld haben.“ Wie wir so da saßen und die Aromen von den kleinen Walnussbrötchen und Croissants, roten Himbeeren und Wildblumen aufsogen, kam ich mir äußert reich vor. Vor allem reich an Genuss und guter Gesellschaft.

Um den Tag noch abzurunden, habe ich für uns noch einen Rhabarbersirup gekocht. Mit Eis, Minze und Sprudelwasser wird der Sirup zu einer herrlich erfrischenden Rhabarberbrause und mit Erdbeeren und Buttermilch schmeckt es auch ziemlich lecker. Wie immer sind dem Sirup keine Grenzen gesetzt und er schmeckt bezaubernd – ob im Cocktail und Prosecco, über dem Kuchen, im Tiramisu oder auf cremigen Joghurteis!

Rhabarbersirup:

750 g Rhabarber

300 g Zucker

500 ml Wasser

1. Den Rhabarber waschen und in kleine Stücke schneiden.

2. In einem großen Topf den Rhabarber, Zucker und das Wasser für 20-30 Minuten köcheln lassen bis sich der Rhabarber auflöst – währenddessen immer mal wieder umrühren.

3. Alles durch ein Sieb schütten und den Rhabarber gut abtropfen lassen.

4. Den „Rhabarbersaft“ wieder in den Topf geben und alles für weitere 20-30 Minuten köcheln lassen bis es eine sirupartige Konsistenz bekommt.

5. In eine sterile Flasche füllen und abkühlen lassen.

Rhabarbersirup

Alles Quark: Rhabarber-Streusel-Käsekuchen

Es gibt etwas, das lohnt sich nie: sich aufregen. Weder über die Bahn oder die streikenden Angestellten, überfüllte Busse, unhöfliche Menschen noch darüber, dass der Drucker schon wieder nicht funktioniert. Am liebsten würde man in solchen Momenten doch die Fäuste ballen und zum Himmel schreien, dem unhöflichen Menschen gehörig über den Mund fahren oder eine wütende E-Mail an den Druckerhersteller schreiben. Aber ich kann euch sagen, das bringt (meistens) gar nichts. Ich bin eigentlich sehr stressresistent und rege mich nicht so schnell auf oder mache mir Sorgen um irgendwas. Wenn ich aber mal so richtig schlechte Laune habe, dann meistens wegen irgendwelchen Kleinigkeiten. Meistens habe ich aber vor allem dann besonders schlechte Laune, wenn ich mich darüber aufrege, dass ich mich aufgeregt habe. Klingt paradox? Ist es vielleicht auch. Also am besten Ruhe bewahren und die Energie lieber in etwas stecken, das einen glücklich macht. Vor kurzem bin ich für einen Kurs zwei Stunden zur Hochschule gefahren, um dann festzustellen, dass dieser gar nicht stattfindet. Was hätte ich mich aufregen können, oh ja! Stattdessen bin ich in den nächsten Supermarkt gegangen und habe mir erstmal Quark gekauft. Nicht, weil ich dachte Alles Quark! , sondern weil ich mich mit diesem bezaubernden Rhabarber-Streusel-Käsekuchen belohnen wollte.

Rhabarberkuchen mit Tellern

Versteht mich nicht falsch: ihr sollt natürlich trotzdem gegen Ungerechtigkeit protestieren und nicht alles einfach abnicken. Aber bevor ihr euch über irgendetwas aufregt, das ihr gar nicht ändern könnt und nur zu schlechter Laune führt, backt euch doch lieber etwas leckeres und gönnt eurer Seele etwas Gutes. Das lohnt sich nämlich wirklich!

Für diesen Kuchen habe ich mir richtig lange Zeit genommen und alles Schritt für Schritt gemacht. Das ist nicht nur äußerst entspannend, sondern macht das Ergebnis noch leckerer. Wer trotz der Aussicht auf diese Köstlichkeit noch eine Spur von schlechter Laune verspürt, der lässt seinen Frust am besten am Teig aus und knetet kräftig. Mürbeteig und Streusel mache ich eigentlich immer mit der Hand. Meine Mutter sagt immer, ich habe die perfekte Handwärme für Mürbeteig (was mitunter dazu führt, dass ich für jede Quiche und Tarte den Teig kneten muss darf). Ich liebe es, die Butter zwischen meinen Fingern zu zerreiben und zuzusehen wie aus Zutaten unterschiedlichster Konsistenz ein perfekter Mürbeteig wird. Übrigens habe ich den Käsekuchen in einer Tarteform gemacht, aber er lässt sich auch problemlos in einer Springform machen. Im ganzen Käsekuchen sind „nur“ 210 g Zucker drin und 4 Eier, was ich für einen Käsekuchen eigentlich ziemlich in Ordnung finde. Ich kann euch versichern, dass er trotzdem sehr cremig und lecker ist.

Ausnahmsweise schreibe ich euch das Rezept heute mal in deutsch auf und zwar direkt in diesem Post. Ich habe vor kurzem festgestellt, dass das mit den Rezeptbildern nicht immer eine gute Idee ist. Blinde Menschen beispielsweise lassen sich Geschriebenes im Internet vom Computer laut vorlesen – bei Bildern funktioniert das aber natürlich ist. Aber als druckfertige Version werde ich euch das Rezept trotzdem bald zu Verfügung stellen.

Rhabarber-Streusel-Käsekuchen

Für eine 26 cm Tarte- oder Springform

Zutaten:

Für den Mürbeteig: 

100 g Butter
150 g Mehl
50 g gemahlene Mandeln
70 g Zucker
1 Ei
3 EL Semmelbrösel

Für die Füllung:

500 Quark
100 g Frischkäse
100 g Zucker
3 Eier
750 g Rhabarber
1 Pck. Vanillepuddingpulver
3 EL Butter, geschmolzen

Für die Streusel:

80 g Mehl
20 g gemahlene Mandeln
80 g Butter
40 g Zucker
70 g Haferflocken
 

1. Für den Mürbeteig: Alle Zutaten bis auf die Semmelbrösel zu einem Teig verkneten. Den Teig flach drücken und für mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen. Eine Tarte- oder Springform einfetten und mit etwas Mehl bestäuben. Den gekühlten Teig ausrollen und in die Form drücken. Mit einer Gabel mehrmals in den Boden einstechen und im nicht vorgeheiztem Ofen 175 °C für 10 Minuten vorbacken. Kurz abkühlen lassen und den Boden mit den Semmelbröseln bestreuen.

2. Für die Füllung: Den Rhabarber waschen und in kleine Stücke schneiden. Den Quark und den Frischkäse in einer Schüssel glatt rühren. Ein Ei nach dem unteren unterrühren, dann den Zucker, die geschmolzene Butter und das Vanillepuddingpulver dazugeben. 2/3 vom Rhabarber auf dem Mürbeteigboden verteilen und die Creme obendrauf geben und glattstreichen. Den restlichen Rhabarber auf der Creme verteilen.

3. Für die Streusel: Alle Zutaten zu einem Teig verkneten und die Streusel auf der Creme und den Rhabarberstücken verteilen.

4. Den Kuchen bei 175 °C für 50-60 Minuten backen. Die Creme sollte fest sein und die Streusel goldbraun aussehen.

 

Selbstgemacht: Schokoladenmüsli

Eigentlich bin ich kein Morgenmensch und zu früher Stunde kann ich mich nur schwer aus der liebevollen Umarmung meines Betts trennen. Aber was ich wirklich liebe, ist ein gutes Frühstück. Ich kann stundenlang im Wintergarten, im Wohnzimmer, auf der Wiese oder im Café sitzen und ausgiebig schmausen. Besonders auf Reisen finde ich es unglaublich, über welche ungewöhnlichen Frühstücksorte man manchmal stolpert. Auf Dächern, am See, auf einer Brücke, im Baum oder bei fremden, netten Menschen zuhause – manchmal hab ich das Gefühl, die ganze Welt lädt einen zum Frühstücken ein! Vor drei Jahren habe ich mit drei guten Freundinnen eine Interrailtour durch Frankreich und Italien gemacht und jeder Tag war ein kleines Abenteuer. Einmal saßen wir am Ufer von Giudecca mit Panoramablick auf ganz Venedig und haben leckeres Schokoladenmüsli geschmaust, ein andermal am größten See Frankreichs mit Sand zwischen den Zehen und dem wahrscheinlich besten (und buttrigstem) Pain au Chocolat in der Hand, das ich jemals gegessen habe.

Mein selbstgemachtes Schokoladenmüsli erinnert mich ein bisschen an diese Reise. Vor allem ist es aber ziemlich lecker.

Schüssel mit Schokoladenmüsli

Müsli zu machen ist so ähnlich wie Brot backen. Es kommt einem viel schwieriger vor, als es eigentlich ist. Dabei ist dieses Müsli nicht nur super einfach, sondern auch fix gemacht und die meisten Zutaten habt ihr vielleicht sogar schon zu Hause. Das Allerbeste: Es ist – trotz Schokolade – um einiges gesünder als gekauftes Müsli. Vor allem enthält es viel weniger Zucker und natürlich keine Konservierungsstoffe oder ähnliches. Stattdessen gibt es Kakao und Schokolade, viele gesunde Haferflocken, Nüsse, Kerne und Samen. Ich nehme immer eine Mischung aus kernigen und zarten Haferflocken, sehr gut eignen sich auch frisch gemahlene Haferflocken. Bei der Schokolade könnt ihr euch entscheiden wie süß ihr es mögt, ich finde dunkle Schokolade eignet sich aber besser.

Es schmeckt hervorragend mit Joghurt und frischen Himbeeren, eiskalter Milch oder sogar Mandelmilch. Außerdem eignet es sich auch als besonderes Geschenk – zum Beispiel bei der nächsten Einladung zum Frühstück?

Chocolate Granola