Ein Jahr Fräulein Tunichtgut & Mojito Cupcakes

Moment – es ist schon ein Jahr vorbei seit es diesen Blog gibt? Verrückt! Wenn ich mir überlege, was ich alles in dieser Zeit erlebt habe, bin ich ganz schön baff. Vor einem Jahr war ich gerade auf dem Weg nach Eastbourne, um dort für drei Monate ein Praktikum zu machen. Aber das kommt mir schon viel, viel länger her vor. Allein in den letzten zwei Monaten habe ich so viel erlebt! Ich war in Passau, Berlin und Köln, habe mit meinen Kommilitonen den Abschluss gefeiert (naja, besser gesagt ihren Abschluss – bei mir dauert das ja noch ein Momentchen) und diese Woche geht es dann auch noch nach Dänemark zum Fahrrad fahren. Kein Wunder, dass es gerade ein bisschen ruhiger um mich geworden ist, denn es gibt einfach viel zu viel zu erleben und zu wenig Zeit, alles in Worte zu fassen! Aber ein bisschen Sommerpause vom Computer, Schreibtisch und Internet tut auch manchmal richtig gut. Bevor ich aber schon wieder wegdüse, will ich auf jeden Fall noch mein sagenumwobenes Rezept für erfrischende Mojito Cupcakes mit euch teilen.

Ich mit Cupcake3

Die Cupcakes und ich auf der Abschlussfeier (Danke an Corinna!)

Vor kurzem habe ich meine zwei Freundinnen Annette und Jo gefragt, welcher der beste oder einer der besten Kuchen war, den sie schon mal gegessen haben und beide sagten sofort: „Deine Mojitotorte!“. Mittlerweile habe ich die Torte in Mojito Cupcakes umgewandelt und die finde ich sie sogar noch ein bisschen besser. Sie sind einfacher und schneller zuzubereiten und schmecken mindestens genauso gut, vielleicht sogar noch besser, weil: je kleiner, desto mehr kann man davon essen (so glaubt man). Zur Abschlussfeier habe ich sie auch gebacken und eine Kommilitonin sagte mir, dass die Cupcakes das bisher Beste waren, was ich mitgebracht habe – und glaubt mir, ich habe sehr, sehr viel mitgebracht. Leider habe ich meine Spritztülle nicht mehr gefunden, sodass ich die Creme einfach mit dem Löffel auf die Cupcakes drapiert habe. Ich muss wohl schweren Herzens mal wieder einen Laden für Backzubehör aufsuchen… hach!

Mojito Cupcakes

ergibt 12 Stück

Zutaten:
125 g Butter
125 g brauner Zucker
2 Eier
125 g Mehl
2 TL Backpulver
2 EL Milch
2 EL Rum oder Cachaca
abgeriebene Schale und Saft von 1 (Bio-)Limette

400 g Sahne
1 Sahnesteif
150 g Frischkäse
1 Bund Minze
Saft und Schale von 6 (Bio-)Limetten
100 g brauner Zucker
optional: Puderzucker

So geht’s:
1. Für die Cupcakes die Butter schaumig schlagen und den Zucker nach und nach einrieseln lassen. Die Eier einzelnd unterrühren.
2. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch und dem Alkohol untermischen.
3. Die Schale und den Saft von der Limette dazugeben und gut durchmischen.
4. Den Teig in Cupcakeförmchen füllen und bei 190 °C für 15-20 Minuten backen.
5. Für die Creme die Sahne steif schlagen und Sahnesteif unterrühren. Vorsichtig den Frischkäse und den braunen Zucker unterheben.
6. Die Minzeblätter klein hacken und mit dem Limettensaft und -schale zur Creme dazugeben.
7. Tipp: Falls eure Creme zu flüssig geworden ist (kann je nach Größe der Limetten variieren), könnt ihr ein wenig gesiebten Puderzucker unterrühren damit die Creme wieder fester wird.
8. Die Creme mit einer Spritztülle oder einem Löffel auf den abgekühlten Muffins verteilen.

Am besten schmeckt die Creme, wenn sie ein wenig durchgezogen hat. Deshalb solltet ihr sie schon am Abend vorher oder morgens früh zubereiten.

 

Während ihr diese sommerlichen Cupcakes backt, habt ihr vielleicht Lust mir auf meiner Ukulele zuzuhören wie ich mal nach langer Zeit wieder ein Lied spiele. Musik ist was Feines.

Im Wunderland

„Iss mich!“, piepste das kleine Törtchen mit der Himbeere auf dem Kopf. „Nein, iss MICH!“, rief eines im Schokoladenmantel dazwischen. Ich nahm beide in die Hände und biss zuerst ein Stück von dem Himbeertörtchen ab. Wie eine Rakete schoss ich in die Höhe. Meine Beine wuchsen und wuchsen bis meine Füße den ganzen Garten ausfüllten. Meine Arme waren so lang, dass ich das ganze Haus umarmen konnte. Das weiße Kaninchen hüpfte aufgeregt im Kreis um mich herum. „Ohgottohgott!“, rief es immer wieder. Neugierig biss ich in das Schokoladentörtchen und dieses Mal begann ich zu schrumpfen bis ich so klein war wie ein Käfer. Vorsichtig kletterte ich an einer hochgewachsenen Pfingstrose hinauf und auf den Rücken eines blauen Schmetterlings. Er schwang sich in die Lüfte und als wir über den gedeckten Tisch flogen, ließ ich mich direkt in die Cremehaube eines Zitronentörtchens fallen. Ich rutschte auf einem Mandelblättchen die Creme herunter und landete schließlich auf dem Teller. Das weiße Kaninchen reichte mir mit einem Strohhalm einen Tropfen Tee und mit einem leisen Plopp hatte ich wieder die Größe eines ganz normalen Mädchens.

zwei Petits Fours nebeneinander

Wer würde nicht gerne mal im Wunderland landen und eine ausgiebige Teeparty feiern mit einer Etagère voll mit bunten Törtchen und duftendem Tee in Blümchentassen? Letzten Freitag fand diese Teeparty in meinem Garten statt, denn ein paar Freundinnen aus Darmstadt und Umgebung haben mich in Wiesbaden besucht. Da ich mittlerweile schon bekannt bin wie ein bunter Hund was das Backen angeht und alle meine Freunde ebenso eine große Leidenschaft für’s Essen haben wie ich, haben wir daraus ein „Backen mit Lea“-Event gemacht. Wir haben Mandelbiskuit und kleine Mürbeteigblumen gebacken und mit Schokoladenganache und Frischkäsecreme, Himbeeren, Erdbeermarmelade, Mandelblättchen, Kaffee, Fondant und vielem mehr gefüllt und verziert. In nur drei Stunden haben wir diese wunderbaren Törtchen kreiert und schließlich bei eisgekühltem Kaffee und Limonade schnabuliert, denn für Tee war es nämlich viel zu heiß.

Mandelbiskuit
ergibt 1 Blech

Zutaten:
100 g gemahlene Mandeln
3 Eier
250 g Zucker
250 g Mehl
150 g geschmolzene Butter
3 Eigelb
3 Eiweiß

So geht’s:
1. Die Mandeln mit meinem Ei verrühren. Den Zucker und die anderen beiden Eier hinzufügen und aufschlagen bis es locker und luftig wird.
2. Das Mehl hineinsieben. Die geschmolzene Butter unterrühren, dann die Eigelbe hinzugeben. Die Eiweiß mit einer Prise Salz aufschlagen und unterheben.
3. Ein Blech mit Backpapier belegen und den Teig darauf verteilen. Bei 200 °C für 12-14 Minuten backen.
4. Abkühlen lassen. Dann in der Mitte durchschneiden, die eine Hälfte auf die andere legen und in gewünschte Quadrate schneiden.

Etagere mit Petits Fours nah

Mürbeteigblumen

Zutaten:
150 g kalte Butter
1 Vanilleschote
300 g Mehl
75 g Puderzucker
1 Prise Salz
1 Eigelb
2 EL kaltes Wasser

So geht’s:
1. Alle Zutaten in einer Schüssel verkneten. Den Teig flach drücken und in Frischhaltefolie für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
2. Auf einer bemehlten Fläche den Teig ausrollen und Blumen oder Kreise ausstechen.
3. Die Mürbeteigblumen in bereits gefettete Minimuffinformen legen und bei 200 °C 10-12 Minuten backen.

Frischkäsecreme

Zutaten:
75 g Butter
150 g Puderzucker
200 g Frischkäse
50 g griechischer Joghurt

So geht’s:
1. Die Butter mit dem Puderzucker cremig schlagen. Den Frischkäse und griechischen Joghurt unterrühren. Die Creme bis zur Verarbeitung kühl stehlen.

Tipp: Mit Zitronen- oder Limettensaft und -schale wird es besonders erfrischend!

Himbeer Petits Fours

Das war übrigens meine Lieblingskombination: Frischkäsecreme mit einer leichten Zitronennote und Himbeeren. Sieht auch bezaubernd aus, oder nicht? Hat auch genauso lecker geschmeckt!